Link zur Startseite: Drogenberatung

Illegale Drogen

1. Cannabis

Für Haschisch (Shit) verwendet man das Harz des indischen Hanfs, für Marihuana (Gras, Pot) die getrockneten Blätter und Blüten.

Aussehen:
Blüten, Blätter (Marihuana), braune harzige Substanz mit charakteristischem Geruch, dunkle Flüssigkeit (Haschischöl)

Einnahmeart:
Meist geraucht, seltener gegessen oder getrunken

Erkennungsmerkmale:
Gerötete Augen (Kaninchenaugen), weite Pupillen

Wirkung:
Euphorische Stimmung, Heiterkeitsausbrüche, gesteigertes Wahrnehmungsvermögen
Die Wirkung kann von Mensch zu Mensch variieren und ist stark von der momentanen Grundstimmung abhängig.

Abhängigkeit:
Keine körperliche, aber psychische Abhängigkeit

Entzugserscheinungen:
Unruhe, Angst, Reizbarkeit, Schlafstörungen

Schädigungen:
Über die Gefährlichkeit der Droge herrscht heute noch keine Einigung.
Chronische Entzündungen der oberen Atemwege, chronische Augenentzündungen. Bei massivem Konsum kann es zu einer Verzögerung des seelischen Reifeprozesses und/oder psychischen Störungen kommen.

2. Designerdrogen

Designerdrogen sind Rauschmittel, deren chemische Bestandteile verändert (designed) worden sind, um neue Effekte zu erzielen. Immer neue Zusammensetzungen erschweren es, Wirkung und Gefahren richtig abzuschätzen. Bei vielen muß mit schweren Gesundheitsschädigungen gerechnet werden.
Am bekanntesten ist z.B. Ecstasy

Einnahmeart:
Meist durch Schlucken

Erkennungsmerkmale:
Weite Pupillen, gesteigerter Antrieb, euphorische Stimmungslage, Redezwang, Selbstüberschätzung, Schlaf- und Appetitlosigkeit

Entzugserscheinungen:
Durch psychische Abhängigkeit Zwang zur Wiedereinnahme, Reizbarkeit, Unruhe

Chronische Schäden:
Durch chemische Verunreinigungen kann es zum Auftreten chronischer Hirnschädigungen kommen

3. Opiate

Opiate sind Wirkstoffe, die aus dem Pflanzensaft der Kapseln des Schlafmohnes gewonnen werden. Die wichtigsten sind Opium, Morphium, Heroin und Codein.
Opiate sind meist in Form von weißem bis bräunlichem Pulver im illegalen Handel. Opiathältige Medikamente werden als Tabletten, Kapseln und Ampullen abgegeben.

Einnahmeart:
Schnupfen, spritzen, schlucken, rauchen und inhalieren

Erkennungsmerkmale:
Stecknadelkopfgroße Pupillen, die nicht auf Verdunkelung reagieren, Einstichstellen am Körper, eventuell Auffinden von Spritzen

Wirkung:
Opiate heben die Schmerzempfindung auf, dämpfen das Atem- und das Hustenzentrum. Kurz nach der Einnahme stellt sich eine erhöhte Bereitschaft zum Erbrechen ein, der eine Blockade des Brechzentrums folgt. Es kommt zu einer Verkrampfung vieler Muskeln im Magen-Darm-Trakt, Blutdruckregulationsstörungen erhöhen die Kollapsneigung.
Als psychische Wirkung tritt kurz nach der Einnahme eine deutliche Euphorie mit subjektiv erlebtem starkem Glücksgefühl auf, gefolgt von emotionaler Distanz, Schmerzfreiheit und Wachträumen.

Entzugserscheinungen:
Schmerzzustände, schmerzhafte Muskelverspannungen, Durchfälle, Darmkrämpfe, häufig starkes Erbrechen, Angstzustände

Abhängigkeit:
Bei fortgesetzter regelmäßiger Einnahme muß sehr rasch die Dosis erhöht werden, um eine spürbare Wirkung zu erzielen. Die körperliche Abhängigkeit stellt sich bei regelmäßigem Gebrauch bereits nach 2 Wochen ein. Die seelische Abhängigkeit kann in Einzelfällen bereits nach den ersten Versuchen stark ausgeprägt sein.

Schädigungen:
Entstehen vor allem durch Beisätze, die dem reinen Heroin zugefügt werden, um den Stoff zu strecken. Infektionsgefahr besteht beim Tausch von gebrauchten Spritzen.

Überdosis:
Bei Überdosierungen mit Opiaten tritt der Tod durch Atemlähmung und Kreislaufschock ein.

4. Koka-Produkte (Kokain, Crack)

Kokain ist ein weißes Pulver und wird aus den Blättern des Cocastrauches gewonnen. Es wird meist geschnupft oder, in Wasser aufgelöst, auch gespritzt.

Wirkung:
Kokain hat eine lokal schmerzbetäubende Wirkung. Über den Blutkreislauf wirkt es auf Teile des Gehirns und erzeugt Euphorie und Leistungssteigerung. Gleichzeitig zügelt es den Appetit und unterdrückt Ermüdungserscheinungen.

Abhängigkeit:
Es kommt zu keiner körperlichen, sehr schnell aber zu einer seelischen Abhängigkeit.

Schädigung:
Bei regelmäßigem Gebrauch kommt es zu Schädigung der Nasenschleimwände und der Nasenscheidewand; beim Absetzen der Droge treten Depressionen und Angstzustände auf.

Überdosis:
Durch Herz-Kreislauf-Stillstand oder durch Atemlähmung kann der Tod eintreten.


Crack ist eine chemische Abwandlung von Kokain. Das wichtigste Alkaloid der Cocapflanze wird mit Backpulver und Wasser angereichert und geraucht.

Wirkung:
Die Wirkung im Gehirn setzt rasch ein. Man erlebt ein ausgeprägtes "High-Gefühl", das aber nach etwa 15 Minuten leicht in eine Depression umschlagen kann.

Abhängigkeit:
Der rasche Wechsel zwischen Euphorie und Depression führt zu einem gesteigerten Verlangen nach der Droge und zu einer ausgeprägten Abhängigkeit.

Entzugserscheinungen:
Beim Absetzen treten starke, körperliche Folgen wie Gewichtsverlust, beschleunigter Herzrhythmus und psychotische Reaktionen auf.

5. Halluzinogene

Halluzinogene sind Stoffe natürlicher oder chemischer Herkunft, die die Bewusstseinslage und die Sinnesempfindungen für eine bestimmte Zeit verändern. Die bekanntesten sind LSD, Mescalin und Psilocybin.
Halluzinogene werden in Form von Tabletten, Kapseln oder als hoch konzentrierte Flüssigkeit auf kleine Löschpapierblättchen aufgebracht eingenommen.

Einnahmeart:
Schlucken (nicht über die Haut!)

Wirkung:
Die Pupillen sind erweitert, es kann zu Brechreiz, Erbrechen oder Übelkeit kommen. Störungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Wärmeregulierung kommen vor.
Starke Halluzinogene können die Zeit- und Raumwahrnehmung verändern. Ebenso verändert sich das Körpergefühl, die eigenen Fähigkeiten werden überschätzt. Halluzinationen, auch Horrorvisionen können sich einstellen.

Abhängigkeit:
Binnen weniger Tage kann man sich an die Wirkungen gewöhnen und man braucht höhere Dosen, um dieselben zu spüren. Man riskiert psychisch abhängig zu werden.

Entzugserscheinungen:
Keine körperlichen Entzugserscheinungen
Es können psychische Symptome wie Reizbarkeit, Unruhe und der Drang zur Wiedereinnahme auftreten.

Gefahren chronischen Konsums:
Horrortrip: Massiver, akuter Angstanfall während der Drogeneinnahme mit Panik und Wahnvorstellungen
Flash-back: Tage und Wochen nach der Einnahme kann es ohne Vorwarnung zu einer neuerlichen Rauschwirkung kommen. Dieses Erleben ist begleitet von großer Angst und Desorientiertheit und kann je nach Dauer und Intensität großen Schaden anrichten.
Auslösung von Psychosen: Ein Trip kann an den Tag bringen, was unbewusst bereits vorhanden ist.

Schädigungen:
In berauschtem Zustand können unkontrollierte Handlungen erhebliche Gefahren bergen. Es besteht auch die Gefahr, von einem Trip nicht mehr "herunterkommen" zu können.

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).